Ein TOLLER Tag mit VikuitiTM in Neuss
3M öffnet die Türen für Poweruser
Am 16.06.2007 fand in Zusammenarbeit mit der Palm-User-Group Neuss/Düsseldorf bei der 3M Deutschland GmbH ein Workshop im Customer Technical Center in Neuss statt. Gemeinsam mit den
Powerusern aus den Communities (u.a. PUG Neuss/Düsseldorf, PUG Ruhr, PUG Dresden, MacIG Neuss, MacIG Duisburg) startete 3M einen Dialog für neue und bessere Produkte rund um
den Displayschutz. Die Teilnehmer erhielten einen tiefen Einblick in die Welt der 3M
Technologien.
Um 10 Uhr begann der Vikuiti-Tag mit einem kurzen Ausflug in die 3M-Firmenentstehung und -geschichte.
Herr Kramp (European Technical Trainer Verkehrssicherheitssysteme/ Display & Graphics) gab einen Einblick, wie umfangreich das Produktportfolio von 3M ist und wie einige Erfindungen in verschiedensten Produkten Anwendung finden können.
Er zeigte einige Beispiele dieser Erfindungen und deren Einsatzgebiete. Viele 3M-Technologien und Erfindungen sind in Produkte eingeflossen, die nicht direkt unter 3M-Logo vertrieben werden, hierdurch wurde deutlich, wie oft man mit 3M-Produkten in Kontakt kommt.
Herr Kramp erzählte auch die ein oder andere Anekdote und es wurden einige Produktmuster zum Anfassen und Ausprobieren rumgereicht. Ein gute Einstimmung in den Tag, gerade für Teilnehmer, denen 3M bisher noch unbekannt war.

Weiter gings dann in Richtung der Räumlichkeiten, in der wir uns den ganzen Tag aufhalten sollten.
Nach der offiziellen Begrüßung und einer kurzen Erläuterung des Tagesablaufs durch Herrn Schenke (Market Development Manager Optical
Systems / Vikuiti) kamen wir zum theoretischen Teil des Tages. Herr Hitschmann (Senior Specialist Optical Systems Laborartory) gab den Teilnehmern einen Einblick in LCD-Technik und in die Entwicklungsfaktoren von Displayschutztechnik.
Es wurden die verschiedenen Einflussfaktoren, wie Spiegelung, Reflexion, Abrieb, Kratzfestigkeit, etc. erklärt und erläutert, dass sich bei den heute verfügbaren Materialien nicht alle Kombinationen von Eigenschaften in einer Folie vereinen lassen.
Ein hochinteressanter Vortrag, der nichts von "trockener Theorie" hatte, und bei dem klar wurde, wie aufwendig die Entwicklung einer optimalen Schutzfolie ist.
Im Anschluss wurden die Teilnehmer in 3 Gruppen aufgeteilt, um die folgenden Workshops in kleineren Gruppen jeweils in anderer Reihenfolge zu durchlaufen.
Die Workshops waren:
- Displayschutzfolientest mit verschiedenen Verfahren mit Bewertung
- "Dark Room" Wie ist ein TFT-Bildschirm im Einzelnen aufgebaut? Wie
funktionieren reflektierende Verkehrsschilder und Kleidung?
- Blickschutzfilter an den eigenen mitgebrachten Geräten testen.
Workshop: Displayschutzfolientest (Guido Hitschmann)
Durch den Theorieteil gestärkt, wussten alle wie Folien zu testen sind,
also bekam jeder Teilnehmer ein Set mit 10 unterschiedlichen Schutzfolien
und ein Testset mit verschiedenen Radierern und Stiften. Die einzelnen
Displayschutzfolien mussten dann auf Glas aufgebracht werden, dabei sollte
die Beschaffenheit und ggf. auftretende Probleme beim Aufbringen bewertet
werden. Danach wurde mit verschiedenen Stiften und Radierern auf Abrieb,
Eindruckverhalten, Abwischbarkeit (z.B. Permanentmarker) und
Kratzfestigkeit getestet und bewertet. Auch das Schreibgefühl und die Art
der Reflexion, bzw. Spiegelung konnte jeder Teilnehmer für jede einzelne
Folie bewerten.
Um auch zukünftig Folientests durchführen zu können, bekam jeder
Teilnehmer sein Set mit nach Hause.
Workshop: "Dark Room" (Wolfgang Kramp)
Im Dark Room sahen die Teilnehmer was so alles in einem TFT-Bildschirm steckt.
Vor ihnen lag ein zerlegter Flachbildschirm und es wurden die
einzelnen Schichten und Folien erklärt. Da wurde deutlich welcher
Aufwand betrieben werden muss um eine gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung und eine
höhere Lichtausbeute hinzubekommen. Nebenan lag auch noch ein
auseinandernehmbarer funktionsfähiger Flachbildschirm, in den die
Zwischenschichten/-folien einzeln eingelegt wurden um so die
Unterschiede zwischen den einzelnen Folien und deren Kombinationen sehen zu können.
Der im Keller gelegene "Dark Room" ist aber eigentlich ein Testraum für
reflektierende Materialen. So wurde uns auch die Technik nahegebracht, die
z.B. Verkehrsschilder durch die direkte Reflektion von
Lichtstrahlen besser lesbar macht. Verschiedene Materialen wurden gezeigt und als Testmuster
rumgereicht. Jeder Teilnehmer konnte im Dunkeln selber testen wie diese
Materialen auf Licht reagieren und wie abhängig die Reflektion vom
Einfallswinkel des Lichts ist. Beeindruckend.
Workshop: Blickschutzfilter (Matthias Michel)
Im 3. Workshop wurde erklärt, wie so ein Blickschutzfilter aufgebaut ist
und wofür man ihn einsetzen kann. Es geht einfach darum, den Sichtwinkel
bei Bildschirm zu verengen, damit der Nachbar im Zug, Flugzeug oder bei
einer Besprechung nicht mitlesen kann. Da sowohl der Blickschutz als auch der
Bildschirm Raster aufweisen, kann es leicht zu Sichtstörungen
kommen, die sich durch Verändern des Winkels der Blickschutzlamellen in der
Folie vermindern bis vermeiden lassen. Aufgabe der Teilnehmer war es dann, das an den eigenen Geräten auszutesten und zu bewerten. Dazu
gab es Folienmuster, die in verschiedenen Winkelstellungen vorgeschnitten
waren und auf den Bildschirmen ausprobiert und bewertet werden konnten.
Die große Abschlussrunde
Nachdem alle Gruppen in allen Bereichen waren und sich beim Mittagessen gestärkt haben, fanden sich die Teilnehmer nochmals zusammen.
In der großen Runde wurden alle noch einmal gefordert und alle Teilnehmer bekamen Kärtchen mit den Beschreibungen verschiedener Displayschutzfolien und deren Eigenschaften. Daraus sollte jeder Teilnehmer die für ihn besten 5-10 Folien aussuchen und in die Reihenfolge der eigenen Präferenzen bringen.
Die letzte "Aufgabe" des Tages bestand aus einer Ideenfindungsrunde in der Bedürfnisse und Ideen zu den Themen Displayschutz, -reparatur und -reinigung gesammelt wurden. Anschließend sollten die Teilnehmer alle aufgenommenen Ideen noch einmal bewerten, um Schwerpunkte dabei erkennen zu können.
Fazit
Als einziger Kritikpunkt sind die teilweise zu kurzen Zeitfenster bei den Workshops zu nennen, durch die nicht alle Teilnehmer ihre Tests vor Ort zu Ende führen konnten. Da es aber die erste Veranstaltung dieser Art von 3M war, ist das keinem sonderlich negativ in Erinnerung geblieben.
Die Workshops und das vermittelte Hintergrundwissen waren für alle Teilnehmer sehr interessant und spannend. Alle 3M-Mitarbeiter und die Teilnehmer waren begeistert bei der Sache und der Tag verstrich wie im Flug. Fürs leibliche Wohl wurde auch gesorgt und zum Schluss bekam jeder Teilnehmer auch noch eine Überraschungstüte mit verschiedenen 3M-Produkten mit nach Hause. Alles in allem also eine runde Sache, was auch in den Rückmeldungen (s.u.) der Teilnehmer bestätigt wird.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals im Namen aller Teilnehmer für diese Veranstaltung beim 3M-Team bedanken, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, daraus einen tollen Tag mit Vikuiti in Neuss zu machen.
Weitere Infos zum Vikuiti-Displayschutz
Stimmen einiger Teilnehmer:
Axel Der Tag war sehr informativ und 3M ist es gelungen, sich als
kompetenter, vielseitiger Hersteller darzustellen. Ich fand es gut, dass
uns einmal ein Eindruck vermittelt wird, wie die Ideenfindung und Tests
der Produkte stattfindet. Vor allem vor dem Hintergrund, dass
3M-Produkte fast überall drin stecken, die Marke aber praktisch kaum
bekannt ist.
Nachdem ich jahrelang mit Windowcolourfolie sehr gut zurecht gekommen
bin, denke ich, dass ich mir jetzt eine richtige Folie zulegen werde,
gerne die vorgestellte Folie mit Blickschutz.
Mirko Das Treffen war super! Uns hat es ebenfalls gefallen. Der lang Weg hat sich
gelohnt.
Bettina Es war sehr schön und hat sich gelohnt - nicht nur wegen der
Wundertüte, die ja unterschiedliche Überraschungen enthielt. War
jedenfalls sehr großzügig: Vom Aufgebot an Personal, Zeit, Aufwand
und "Werbemitteln"
Percy Insgesamt hat es mir wirklich sehr gut gefallen.
Man hat an allen Details gemerkt, daß 3M sich richtig Mühe gegeben hat.
Das Event war auch für 3M nicht einer von vielen, sondern wurde mit höchster
Aufmerksamkeit vorbereitet.
Hier einige Beispiele:
Der Geschäftsführer der Business Unit hat durch den Tag moderiert. Der
technische Leiter hat die Produktrange dargestellt und einige Produkte näher
erläutert. Außerdem hat er in seinem Test Labor die Grundlagen der Technik
anschaulich demonstriert und in den einzelnen Details hergeleitet. Der
Entwicklungschef wurde extra aus einem der Werke in Polen eingeflogen und
hat die Grundlagen der Testtechniken erklärt vorgeführt und die einzelnen
Teilnehmer bei Selbstversuchen angeleitet. Dies alles zeigt den Stellenwert
für 3M. Die persönlichen Vorlieben und Geschmäcker der Palm und Mac Freaks
wurden mittels sauber vorbereiteter Mess- und Protokollbögen eingefangen und
werden wahrscheinlich in zukünftige Produkte einfließen. Zum Schluss wurden
sogar noch Produktwünsche um den Bereich Pflege, Schutz und Reparatur von
Displayfolien aufgenommen. Da sage noch mal jemand, die Industrie
interessiert sich nicht dafür, was der Verbraucher will. Dies ist bei 3M nun
wirklich nicht der Fall. Hier wurden die Wünsche der Verbraucher an der
Basis eingefangen, bei denen die Wissen welche Eigenschaften die Produkte
haben müssen, den Palm und Mac Freaks. Besser kann man es nicht machen.
Respekt.
Am faszinierendsten fand ich jedoch, die Testreihe mit den
Sichtschutzfolien, die jeder Teilnehmer selbst durchführen durfte, da
abhängig vom Device und der Auflösung in einem unterschiedlichen Winkel
geschnittene Folien zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich Moiré,
Schärfe, Helligkeit und Blickwinkelabhängigkeit führen und das Empfinden und
die Vorlieben der einzelnen Anwender auch sehr stark differieren.
Mich haben diese Folien restlos überzeugt und ich werden sobald 3M diese im
passenden Format für den Treo 680 herausbringen wird, mir eine für meinen
Treo beschaffen.
Was bleibt als Eindruck für den einzelnen Teilnehmer.
Ein Weltkonzern mit fast 30 Mrd. Umsatz und 60.000 Produkten, der Erfinder
des Sandpapiers und des Tageslichtprojektor, deren Folien hinter jedem LCD
und auf jedem Verkehrsschild stecken, nimmt sich mit den führenden Leitern
der Business Unit für Displayfolien Zeit für ca. 30 Palm- und Mac-Verrückte,
um einen Tag lang den Teilnehmern die Grundlagen der Folientechnik
beizubringen. Dazu gibt es noch ein tolles Catering und ein schönes
Abschiedsgeschenk in Form einer Sichtschutzfolie für ein eigenes Mobiles
Device. Da ist man richtig traurig, dass der Event vorbei ist. Da wäre man
gerne länger geblieben.
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