![]()
| ||||||||||||||||
Hagenuk S200
Das Hagenuk S200 wird von der Firma GSPDA (u.a. Hersteller des Universum Smartphones) produziert und stellt eine überarbeitete Version des Xplore M68 dar. An manchen Stellen im und auf dem S200 erkennt man das auch noch am Schriftzug Xplore. Das PalmOS 5.4-Smartphone bietet ein multilinguales Betriebssystem, d.h. eine sogenanntes EFIGS-Version. EFIGS steht für die 5 unterstützten Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch (German) und Spanisch.
![]() Lieferumfang
Sehr positiv fällt die gedruckte Anleitung in deutsch auf, die nicht nur die ersten Schritte erklärt. Leider ist dafür auf der CD-ROM keine komplette PDF-Anleitung mehr vorhanden. Sofort einsatzbereit ist die umfangreiche Softwaresammlung, die das S200 im ROM mitbringt. Neben den klassischen PIM-Applikationen Adressen, Kalender, Aufgaben und Merkzettel finden sich Multimediaapplikationen, wie Fotoalbum, Kamerasoftware für Foto- und Videoaufnahmen, MP3-Player und Diktiergerät. Für die Kommunikation unterwegs stehen SMS, MMS, E-Mail-Client und WAP-Browser zur Verfügung und für die Integration der Bürodokumente (Word, Excel, Powerpoint) steht Quickoffice bereit. Und auch an den Spieltrieb ist mit einigen PalmOS-Spielen und einer IBM-Java-VM für Java-Spiele gedacht worden. Der im ROM fehlende Web-Browser kann von CD-ROM nachinstalliert werden. Innereien und außen rum
Nun ein Rundgang ums Gerät:
Vorne sitzt oben hinter dem silbernen Rahmen der Telefonlautsprecher, darunter der 160x220 Bildpunkte Touchscreen, dann kommt eine Reihe mit 4 Tasten (v.l.n.r. Abnehmen, Applikationslauncher, Abbrechen, Auflegen), die in der Mitte durch einen kleinen 5-Wege-Steuerstick unterbrochen wird. Dann kommt die von Handys und Telefonen bekannte 10-er Tastatur mit * und #-Taste. Der Bildschirm ist gut ausgeleuchtet, bietet einen guten Kontrast und ist sogar im Freien im Sonnenlicht noch ganz gut ablesbar. Die Tastatur ist in einem kräftigen blau beleuchtet. Unten am Gehäuse befindet sich auf der rechten Seite der Schacht für den Eingabestift (Stylus) und die durch eine Gummikappe geschützte Synchronisations- und Lade-Schnittstelle. Zu guter letzt sieht man noch die Öffnung für das Mikrofon in Form eines kleinen Schlitzes. Der Stift ist ein kleiner und relativ dünner Teleskopstift, mit dem sich aber das S200 gut bedienen läßt und auch Graffiti 2 schreiben geht damit recht gut. Hinten befindet sich noch eine Lautsprecheröffnung und die Linse der eingebauten 1,3 Megapixelkamera. Daneben ist, wie bei vielen anderen Handys, auch ein kleiner Spiegel für Selbstportraits. Darunter ist der Akkudeckel zu sehen. Der 1300mA-Akku ist fest mit dem Akkudeckel verbunden und unter dem Akku verbirgt sich der SIM-Kartenhalter. Auf der rechten Seite findet man dann noch die Infrarotschnittstelle und die 2,5mm Anschlussbuchse für das mitgelieferte Stereo-Headset, was für MP3 hören genauso gut zu benutzen ist, wie zum telefonieren. Die Klinkenbuchse ist bei Nichtbenutzung durch eine Gummilasche vor Staub und Schmutz geschützt. In der linken Seite befindet sich der SD-Kartenslot, der mit SD- oder MMC-Karten bestückt werden kann, aber keine SDIO-Funktionalitäten bietet. Mitgeliefert wird eine Dummy-Plastikkarte, damit der Schacht nicht verschmutzt, wenn keine Speicherkarte eingesetzt wird. Darüber befindet sich noch eine Taste zur direkten Ansteuerung der Kamerasoftware und eine Wippe für die Lautstärkeneinstellung. Diese Wippe wird auch für den Aufruf einer Favoritenapplikation benutzt, mit der ein Schnellzugriff auf bis zu 12 Applikationen möglich ist.
![]() Dateneingabe
TelefonfunktionenDas Gesprächsmanagement im S200 beinhaltet Wählen, Gespräch halten, Mikrofon stummschalten, Parken, Konferenz. Man kann mittels 5-Wege-Stick (rechts/links) in den Kontakten zwischen den Kategorien wechseln, in denen sich auch Kategorien für die Telefonbücher auf der SIM-Karte befinden. In der Telefonapplikation kommt man durch den 5-Wege-Stick auch in die Anruferlisten, in denen aufgeteilte Listen nach Anrufer, Angerufener und Nicht erreicht angewählt werden können. Ebenso von der Telefonapplikation direkt erreichbar sind Favoritentasten in denen wichtige Freunde und Geschäftspartner mit Bild auf eine Schnellwahltaste gelegt werden können. Neben den eingebauten Klingeltönen kann für eine stille Signalisierung auch der Vibrationsalarm genutzt werden. Wer eigene Klingeltöne benutzen will findet auf der CD-ROM einen Klingeltonkonverter oder kann auch direkt MP3-Dateien von einer Speicherkarte als Klingelton einstellen. Die verschiedenen Einstellungskombinationen können in Profilen gespeichert werden. Außerdem können Klingeltöne auch direkt Kontakten oder Kategorien zugeordnet werden. Tondateien auf der Speicherkarte, die als Klingeltöne eingebunden werden sollen müssen im Verzeichnis /Audio abgelegt sein. Natürlich kann man während eines Gesprächs auch in andere Palm-Applikationen wechseln und diese benutzen um z.B. einen Termin einzutragen oder etwas nachzuschauen. Klassische PIM-Applikationen
Zusätzlich zum Standardapplikationslauncher ist noch der GSLauncher installiert, der ein bißchen netter aussieht und auch über den 5-Wege-Stick bedienbar ist. Im GSLauncher gibt es die Möglichkeit ein Farbthema und ein Hintergrundbild auszuwählen, was auch ein selbstgemachtes Foto oder ein Bild vom PC sein kann.
Es können aber nur Bilder angewählt werden, die im RAM liegen, so dass Bilder, die auf der Speicherkarte liegen, vorher per Fotoalbum in einen Ordner im RAM kopiert werden müssen, erst danach kann man sie im GSLauncher anwählen. Wenn das angewählte Bild zu groß ist, bietet der GSLauncher an entweder einen Teil aus dem Bild auszuschneiden oder es zu verkleinern.
Integriertes BackupDie im ROM mitgelieferte Backupapplikation mit der man das RAM auf einer Speicherkarte sichern kann ist leider nur eine Notlösung. Es werden nur reine Datenbanken gesichert und keine Applikationen, eine vollständige Wiederherstellung ist daher nach einem Hardreset mit diesem Programm nicht möglich. Es können zwar mehrere Backup-Sets angelegt werden, es ist aber nicht möglich ein zeitgesteuertes Backup zu machen und auch das Rücksichern einzelner Datenbanken unterstützt das Programm nicht. Im Gegensatz zu den älteren GSPDA-Smartphones hat das S200 auch keinen internen nichtflüchtigen Speicher, der vom Backupprogramm benutzt wird. Backups sind nur auf einer separaten Speicherkarte möglich. Allerdings ist das meiner Meinung nach kein Nachteil, da der interne Speicherbereich bei einem defekten Gerät (oder Akku) nicht mehr erreichbar ist und ein Backup (mit einem entsprechenden Programm) auf einer Speicherkarte in einem Austauschgerät schnell wieder zu einer arbeitsfähigen Umgebung verhilft. Kommunikation
Office-ApplikationenAnders als z.B. beim QDA-700 (Nur-Lese-Documents-to-Go) ist Quickoffice in der Version 7.6 auch in der Lage Officedokumente zu bearbeiten und neue anzulegen. Eine vorherige Konvertierung der Officedokumente vom PC ist auch nicht nötig, so das auch Mailanhänge direkt auf dem S200 geladen und bearbeitet werden können. Neben Word- und Excel-Dateien unterstützt Quickoffice auch Powerpoint-Dateien. SicherheitMit der Applikation Sicherheit kann das S200 gegen unbefugten Zugriff gesperrt werden und private Einträge können versteckt werden. Beim Anschalten wird dann ein Passwort verlangt bevor man weiterarbeiten kann, Anrufe kommen aber trotzdem durch und können auch angenommen und beendet werden. Ein umfangreicheres Gesprächsmanagement ist aber erst nach Eingabe des Passworts möglich. Multimedia
SpieleBei jedem aktuellen Handy/Smartphone darf natürlich der Spassfaktor nicht zu kurz kommen. Im Hagenuk S200 sind deshalb einige Spiele installiert: von Astraware sind dabei Bejeweled, ZAP2016!, GTS Racing, Bookworm und von Megasoft MegaBowling. Auch mit im ROM ist die Java Engine von IBM, die Java-Spiele auf dem S200 zum Laufen bringen soll, das haben wir allerdings noch nicht getestet. ![]() FazitDas 499 EUR (UVP) teure Hagenuk S200 ist ein PalmOS-Smartphone was sich eher in der Richtung Handy mit PIM-Funktionen orientiert als am klassischen Smartphone (PDA mit Handyfunktion). Als Handy betrachtet bietet es bedingt durch das PalmOS die größte mir bekannte Flexibilität in Sachen Zusatzsoftware. Die geringere Auflösung bringt durch den kleineren Bildschirm trotzdem ein klares Bild und viele Programme laufen auf den 160x220 Bildpunkten genauso komfortabel wie auf den HiRes-Bildschirmen anderer PDAs. Einzig die Integration der 5-Wege-Steuerung ist nicht durchgängig gelungen. Da muss man entweder mit etwas Übung mit dem Finger auf dem Bildschirm tippen oder den Stift zücken. Vielen Dank an die Firma ITM Technology für das bereitgestellte Testexemplar. Wer jetzt Interesse bekommen hat sich das Gerät auch mal in Live anzuschauen und auszuprobieren, kann dies bei den Treffen der Palm User Group Ruhr uns natürlich bei unseren Treffen gerne tun. Thomas (Toem) Dornscheidt | ||||||||||||||||
Rückfragen können gerne an uns gerichtet werden über das Kontaktformular